Carotis-PTA/Perkutane transluminale Angioplastie

Was bedeutet Carotis Stenose?

Eine Carotis Stenose bedeutet eine Einengung der Halsschlagader, die für die Blutversorgung des Gehirns zuständig ist.

Häufigste Ursache für eine Carotis-Stenose ist die Arteriosklerose, bedingt durch erhöhte Blutfettwerte, Rauchen, Bluthochdruck und Diabetes mellitus.

Wie erkennt oder diagnostiziert man eine Carotis-Stenose?

Personen, die unter Schlaganfällen, Doppelbildern, Sprach-, Schluck- und Hörstörungen leiden, können an einer Einengung der Halsschlagader leiden.

Diagnostiziert wird eine Carotis-Stenose mit bildgebenden Verfahren, einer sogenannten „Duplex-Sonographie“. Mit dieser Ultraschalluntersuchung kann die Flussgeschwindigkeit des Blutes berechnet werden und Veränderungen an den Gefäßen sind ebenso zu erkennen.

Behandlung der Carotis-Stenose mittels PTA (Aufdehnung)

Vor dem Krankenhausaufenthalt:

Vor der stationären Aufnahme im Krankenhaus sollten Sie sich bei Ihrem Hausarzt vorstellen. Er organisiert einen Termin in unserem Haus zum ärztlichen Aufklärungsgespräch und stellt für Sie die notwendigen Unterlagen zusammen. Dazu zählen die Befunde verschiedener diagnostischer Untersuchungen sowie eine „stationäre Einweisung“.

Im Verlauf des Aufenthaltes:

Am Untersuchungstag werden Sie im Herzkatheterlabor für den Eingriff vorbereitet. Sie erhalten einen Venenzugang am Arm, über den eine Infusionslösung angeschlossen wird.

Die Leiste, Zugangsort für die Untersuchung, wird rasiert und desinfiziert.

Nachdem Sie auf dem Untersuchungstisch mit sterilen Tüchern abgedeckt wurden, erhalten Sie eine lokale Betäubung der Leiste. Nun kann die Leistenarterie mit einer Hohlnadel punktiert werden. Nach erfolgreicher Punktion wird diese gegen eine so genannte Schleuse ersetzt, über welche die Möglichkeit geboten wird, problemlos Drähte und Katheter auszutauschen.

Unterhalb der Stenose wird ein Führungskatheter eingeführt und über diesen wird nochmals ein sehr feiner Draht mit einem Auffangfilter (Protektionssystem) hinter der Stenose platziert. Dieses Protektionssystem fängt sich eventuell lösende Plaques auf und verhindert so einen Schlaganfall.

Nun wird mit Hilfe eines Katheters unter Röntgenkontrolle eine Gefäßstütze (Stent) eingebracht und genauestens im Bereich der Stenose platziert.

Dieser selbstexpandierende (sich selbst entfaltende) Stent wird nach erfolgter Lagekontrolle nun nochmals nachgedehnt um ein optimales Ergebnis zu erhalten.

Das Protektionssystem wird entfernt und das Abschlussergebnis ein letztes Mal unter Kontrastmittelgabe kontrolliert und dokumentiert.

Nachdem alle Drähte und Katheter entfernt wurden, liegt es im Ermessen des Untersuchers, ob die Schleuse für einen bestimmten Zeitraum noch liegen bleibt, oder ob ein Gefäß-Verschlusssystem verwendet werden kann.

 

Nach dem Eingriff:

Ihr Aufenthalt bei uns beträgt etwa zwei Nächte (drei Tage).

Sie werden für circa 24 Stunden am Monitor überwacht, das heißt Blutdruck, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung sind unter ständiger Beobachtung.

Ihr behandelnder Arzt verordnet Ihnen Medikamente, welche dafür sorgen, dass der Stent gut einheilt und offen bleibt. Die konsequente Einnahme dieser Medikamente ist unbedingt erforderlich für einen erfolgreichen Therapieverlauf.

Auch Blutdruck, Blutfette oder Diabetes mellitus werden medikamentös eingestellt.

Falls Sie rauchen, sollten Sie sich dies unbedingt abgewöhnen.

Die weitere Betreuung sowie eventuelle Hilfestellung übernimmt Ihr Hausarzt.